LUCAS-NÜLLE

FOTOGUIDE

Brand

Ziele

Notwendigkeit von Fotos

Notwendigkeit von Fotos Hochwertige Fotos sind unerlässlich für die visuelle Kommunikation eines Unternehmens. Sie steigern den Wiedererkennungswert der Marke und sorgen dafür, dass das Unternehmen positiv wahrgenommen wird. Um die Marke Lucas-Nülle optimal zu repräsentieren, haben wir uns entschieden, möglichst auf Stock-Fotos zu verzichten und stattdessen eigene Bilder zu erstellen. Dies ermöglicht es uns, gezielt unsere Produkte und gewünschten Szenarien darzustellen, ohne durch die Auswahl von Bildanbietern eingeschränkt zu sein.

Professionelle Fotos vermitteln nicht nur Kompetenz, sondern können auch potenzielle Kunden und Mitarbeiter positiv beeinflussen. Oft sind sie das erste, was ein Kunde von einem Unternehmen sieht, sei es auf der Website, in sozialen Medien oder in Werbematerialien. Fotos haben zudem die Kraft, Emotionen zu wecken und eine tiefere Verbindung zum Betrachter herzustellen, was die Kundenbindung stärkt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Kunden für das Unternehmen entscheiden.

Ein weiterer Vorteil der Inhouse-Erstellung von Fotos liegt in der Flexibilität: Mitarbeiter- oder Produktbilder können kurzfristig fotografiert und bearbeitet werden. Zudem kennen die Mitarbeiter die Person, die die Fotos macht, was zu einer entspannteren Atmosphäre führt, als wenn eine fremde Person diese Aufgabe übernimmt.

Ziel des Fotoguides

Mit dem Fotoguide soll sichergestellt werden, dass jede Art von Fotos im gleichen Stil und mit den gleichen Einstellungen aufgenommen werden. Dies schafft ein einheitliches Erscheinungsbild, das zur Markenidentität beiträgt. Zudem ist es so auch anderen Personen des Unternehmens möglich, die Fotos aufzunehmen. Durch festgelegte Standards für Belichtung, Komposition und Nachbearbeitung wird die Qualität der Fotos auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Zeitersparnis: Durch festgelegte Einstellungen, Bearbeitungsschritte und Presets müssen sämtliche Informationen einmal angelegt und gespeichert werden, anschließend können sie direkt angewendet werden. Zudem werden neue Mitarbeiter schneller mit dem Prozess vertraut und Fotoaufgaben können übertragen werden, während das Endergebnis nicht vom Ziel abweicht.

Der Fotoguide ist eine wichtiges Tool und Ergänzung des Brand Books, da er sicherstellt, dass die aufgenommenen Fotos Markenrichtlinien entsprechen und somit die Corporate Identity gewahrt bleibt. Außerdem können rechtliche Aspekte wie die Einhaltung von Urheberrechten und Bildrechten berücksichtigen werden, was rechtliche Probleme vermeidet.

Mitarbeiter-

Fotos

Motiv- und Belichtungseinstellungen für Mitarbeiterfotos

Damit die Mitarbeiterfotos in einem einheitlichen Stil reproduzierbar sind und somit einen hochwertigen Eindruck hinterlassen, werden die Portraits mit folgenden Belichtungseinstellungen im RAW-Format im Fotostudio fotografiert:

Kamera: Canon EOS 5D IV (vorhandene Alternative: Canon EOS 5D III)

Objektiv: Canon EF 24-70mm f/2,8 L USM (vorhandene Alternative: Canon EF 85mm f/1,8 USM)

Hintergrund: weiß und Holzpaneele

Brennweite: 70 mm – Bevorzugt werden die Portraits mit dieser Brennweite fotografiert, alternativ mit 85 mm, wobei sich dann die Entfernung zur fotografierten Person vergrößert. Der Anschnitt sollte etwas weiter gewählt werden und die Person ab ca. Mitte des Oberkörpers abbilden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass keine Gelenke angeschnitten werden.

Blende: f4 – Dies sorgt für eine angenehme Schärfentiefe und fokussiert nicht auf einzelne Elemente des Gesichts, sondern bildet das gesamte Gesicht der portraitierten Person scharf ab.

Verschlusszeit: 1/160 Sekunde – Die optimale Blitzsynchronzeit liegt zwischen 1/125 und 1/250 Sekunde, sodass wir genau im Mittelfeld liegen

ISO: 400 – Dieser Wert ist ein Richtwert und muss, je nach Teint der portraitierten Person, angepasst werden. Die bisherigen Fotos entstanden mit den oben festgelegten Einstellungen und einer ISO zwischen 160 und 400, wobei die Mehrheit der Personen mit ISO 400 abgelichtet wurde

Bearbeitung von Mitarbeiterfotos in Lightroom und Photoshop

Sicherung der Fotos und Laden in Lightroom

Die RAW-Bilder werden im Marketing-Ordner gesichert und unter dem Namen des jeweiligen Mitarbeiters abgelegt. Anschließend werden die RAW-Dateien im Mitarbeiterfoto-Katalog in Lightroom geladen, gesichtet und bearbeitet. Aufgrund der immer gleichen Lichtsituation existieren Presets, mit denen die Bilder grundoptimiert werden. Zusätzlich werden die Bilder begradigt, bzw. (insbesondere die Bilder vor Holzpaneelen) via Upright-Funktion perspektivisch optimiert. 

Erstellen der Auswahlgalerie

Ist die Grundoptimierung abgeschlossen, werden die Fotos in eine Auswahlgalerie exportiert und dem jeweiligen Mitarbeiter in seinem Common-Ordner zur Verfügung gestellt (Info an den Mitarbeiter: Die Fotos werden anschließend noch bearbeitet, es handelt sich rein um eine Motivauswahl). Im besten Fall wird ein Foto vor weißem Hintergrund und eins vor Holz ausgewählt. Weitere Favoriten sind möglich, werden aber erst bearbeitet, wenn es die Zeit zulässt.

Bearbeiten der Auswahl in Photoshop

Die ausgewählten Fotos werden in Photoshop optimiert. Dabei ist es wichtig, dass die Natürlichkeit der Bilder, bzw. Motive erhalten bleibt, sowohl in den Farben, als auch bei der Retusche. Hautunreinheiten, Kratzer und Augenringe werden beseitigt, bzw. abgemildert, Falten jedoch nicht entfernt. Da die Fotos nicht nur intern, sondern auch nach außen hin (z. B. Visitenkarte) genutzt werden sollen, sollte die Bearbeitung und Retusche nach dem Motto „Was bei einer direkten Konversation nicht auffällt“ erfolgen. Für einen einheitlichen Bildlook werden auch hier erneut Presets, bzw. Aktionen verwendet.

Die wichtigsten Aktionen sind:

Retusche: Entfernen von Hautunreinheiten; Ausgleichen von Rötungen; Verringern von Augenschatten; Entsättigen der Zähne (wirken auf Fotos oft gelber); ggf. Entfernen von Tshirt-Aufdrucken und Falten in der Kleidung

Dodge & Burn: Aufhellen, bzw. Abdunkeln bestimmter Bereiche, insbesondere im Gesicht der Person. Große Unterschiede sind bei Augen und Haaren zu sehen. Sorgt für mehr Tiefe und „Leben“ im Bild. 

Erstellen einer Dodge & Burn-Ebene: Mit gedrückter „Alt“- Taste in der „Ebenen“-Palette auf „Neue Ebene erstellen“klicken. Modus „Weiches Licht“ auswählen und die unterste Checkbox aktivieren, sodass die Ebene mit 50 Prozent Grau gefüllt wird. Mit „O“ Abwedler- oder Aufheller-Werkzeug auswählen und gezielt auf Bereiche anwenden. 

Diese Ebene wird anschließend als Schnittmaske auf das Bild angewendet, damit im Fall einer Freistellung des Motivs kein grauer Hintergrund bestehen bleibt. 

Freistellen: 

Personen vor weißem Hintergrund werden zusätzlich freigestellt und über eine mit weiß gefüllte Ebene platziert, da so ein einheitlicher Hintergrund garantiert ist. 

Verlauf: 

Um dem Bild mehr Tiefe zu verleihen, wird ein Verlauf als oberste Ebene eingestellt (Weiches Licht, 20 % Deckkraft) 

Export und Speichern: 

Die fertig bearbeiteten Motive werden schließlich als jpg exportiert (der Freisteller zusätzlich ohne Hintergrund als png) und sowohl im Marketing-Ordner abgelegt, als auch beim jeweiligen Mitarbeiter im Common-Ordner. Diese fertigen Fotos können nun vom Mitarbeiter genutzt werden.

RAW-Bild mit den genannten Parametern

Grundoptimiertes Bild in der Auswahlgalerie

In Photoshop fertig bearbeitetes Bild

Nutzung der Fotos und Einverständniserklärung

Jede fotografierte Person unterschreibt nach dem Fotoshooting eine Einverständniserklärung. Eine Vorlage dazu kann weiter unten runtergeladen werden. Diese Einverständniserklärung ist wichtig, um den Datenschutz der betroffenen Person zu gewährleisten. Mit Ihrer Unterschrift erklären sich betroffene Personen bereit, dass die von ihnen erstellen Fotos auch seitens der Firma genutzt werden dürfen, z. B. für Social Media Posts oder ähnliches. Sollte eine Person überhaupt nicht mit der Nutzung der Fotos seitens der Firma einverstanden sein, werden entweder keine Fotos gemacht oder, wenn nur der interne Gebrauch erlaubt wird, ausdrücklich auf der Einverständniserklärung darauf hingewiesen. 

White-List

Für verschiedene Projekte passiert es in unregelmäßigen Abständen, dass Fotos verschiedener Personen unterschiedlichen Alters und Geschlechts benötigt werden. Einige Mitarbeiter erklären sich bereit, dass ihre Fotos ohne vorherige Befragung genutzt werden dürfen, z. B. für Employer Branding oder Situativfotos. Diese Personen sind in eine sogenannte White-List eingetragen, welche nur von ausgewählten Personen bearbeitet werden darf.

Produkt-

Fotos

Belichtungseinstellungen für Produktfotos

Damit die Produktfotos in einem einheitlichen Stil reproduzierbar sind und somit einen hochwertigen Eindruck hinterlassen, werden mit folgenden Belichtungseinstellungen im RAW-Format im Fotostudio frontal und seitlich fotografiert:

Kamera: Canon EOS 5D IV (vorhandene Alternative: Canon EOS 5D III)

Objektiv: Canon EF 24-70mm f/2,8 L USM

Hintergrund: weiß

Brennweite: bevorzugt 50 mm (angepasst an Größe des Produktes)

Blende: f8

Verschlusszeit: 1/160 Sekunde

ISO: 100

Bearbeitung in Lightroom und Photoshop

Sicherung der Fotos und Laden in Lightroom 

Die RAW-Bilder werden im Marketing-Ordner gesichert und in den Lightroom-Katalog „Produktfotos“ geladen. Dort werden sie gesichtet und nach der jeweiligen Produktnummer benannt. Nach Anwendungs des Presets Produktfoto und eventueller Anpassung werden die Fotos für die Freistellung in Photoshop exportiert und können dort weiterverarbeitet werden. 

Bearbeiten in Photoshop 

Die ausgewählten Fotos werden in Photoshop von ggf. Staub und Fingerabdrücken befreit und freigestellt. Hin und wieder ist es nötig, Screenshots in Bildschirme einzufügen, diese liefern in der Regel die Personen, die die Fotos beauftragen. Das jeweilige Produkt wird mit weißem und transparentem Hintergrund abgespeichert und unter N:\Bilder\NEUBILD.HR\Artikelbilder in den korrekten Ordner sortiert. Abschließend erhält die entsprechende Person Bescheid, dass die Produktbilder fertig bearbeitet und bereit zur Nutzung sind.

Bearbeiten in Photoshop 

Die ausgewählten Fotos werden in Photoshop von ggf. Staub und Fingerabdrücken befreit und freigestellt. Hin und wieder ist es nötig, Screenshots in Bildschirme einzufügen, diese liefern in der Regel die Personen, die die Fotos beauftragen. Das jeweilige Produkt wird mit weißem und transparentem Hintergrund abgespeichert und unter N:\Bilder\NEUBILD.HR\Artikelbilder in den korrekten Ordner sortiert. Abschließend erhält die entsprechende Person Bescheid, dass die Produktbilder fertig bearbeitet und bereit zur Nutzung sind.

CO3208-4L
CO3208-4L_pers

Beispiel für die fertige Bearbeitung von verschiedenen Produktbildern

3D-Renderings

von Produkten

Nutzen von 3D-Modellen

Produktfotos in Form von 3D-Modellen sind für das Unternehmen Lucas-Nülle unerlässlich. Sie ermöglichen eine hochwertige und maßstabsgetreue Ansicht sowie eine schnellere Modifizierung, als dies bei Produktfotos der Fall ist. Außerdem ermöglichen Sie es Kunden, unsere Produkte im AR-Modus zu erleben und direkt zu testen.

Anforderungen (aus Marketingsicht) an 3D-Modelle

Die erstellten 3D-Modelle finden im Firmenalltags vielerlei Verwendung. Das Marketing besprach in einem Gespräch mit den 3D-Designern, welche Renderings sie für Marketingzwecke benötigen. 

 

Zwecke 

Broschüren, Flyer, Websitedarstellung, AR-Abbildung 

 

Ausgabe 

png (Freisteller); jpg (mit verschiedenen Hintergrundfarben) 

 

Perspektiven/ Anzahl der Renderings 

6-11 abhängig vom Produkt. Bieten sich Detailaufnahmen an oder sind Ansichten von der Rückseite des Produktes nötig, erhöht sich die Anzahl der Renderings. Bei Laborgeätewagen bietet sich so beispielsweise an, sie mit und ohne Schilder und Abdeckungen zu rendern, was die Anzahl der entstehenden Exporte erhöht. 

 

Hintergrund 

Das 3D-Modell wird als Freisteller (transparenter Hintergrund) exportiert, da so die größte Flexibilität für die Nutzung der Renderings gegeben ist. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Produkt direkt mit einem Hintergrund zu exportieren. Der Vorteil hierbei ist die korrekte Ausleuchtung dessen und dass kein weiterer Arbeitsschritt nötig ist, das Modell vor einen bereits exportierten Hintergrund zu setzen. Geeinigt wurden sich auf folgende Hintergrundfarben: 

– transparent 

– weiß 

– mittleres grau 

– schwarz 

 

Ausleuchtung und Schattenwurf 

Um die Produkte so realistisch wie möglich darzustellen, wird das Objekt mit einem Schatten exportiert. Hier ist darauf zu achten, dass ebendieser beim Export nicht beschränkt ist, sondern weich ausläuft, sodass das Rendering frei eingesetzt werden kann und nicht gerahmt werden muss. 

Des Weiteren werden die Renderings inklusive Lichtreflexion (sofern sinnvoll) exportiert, um wieder die realistische Darstellung zu erhöhen. 

 

Export als png 

Damit die Exporte leichter zugeordnet werden können, werden sie direkt beim Export korrekt benannt (Artikelnummer, Perspektive). Dies vereinfacht nicht nur eine spätere Nutzung, sondern erspart auch einen Arbeitsschritt und verringert die Fehlerquote. 

Die Renderings werden standardmäßig mit 4000 x 4000 px (4K) exportiert, da dies einen guten Kompromiss von Renderzeit und -Qualität bietet. Detailaufnahmen werden im Verhältnis 16:9 exportiert. 

 

Export als USDZ 

Das USDZ-Format wichtig, weil es eine leistungsfähige und benutzerfreundliche Möglichkeit bietet, 3D-Modelle und AR-Inhalte zu erstellen und zu teilen, die auf einer Vielzahl von Geräten und Plattformen verwendet werden können. Derzeit werden die Modelle auch im USDZ-Format exportiert, der Workflow wird jedoch noch angepasst.

Workflow in Blender

1. Produkt Importieren

a. Erst in die Kollektion „Produkt“ legen

b. Das Produkt skalieren, bis es in die Box passt

2. Kameras bearbeiten

a. Kamera selektieren, dann Strg + Numpad 0 klicken

b. View > Navigation > Walk Navigation

c. Die meisten Kameras brauchen nicht viel

3. Im Text Editor, den Play-Button ganz oben rechts klicken

4. Warten. Es wird einige Minuten dauern, bis das Produkt gerendert worden ist.

Benötigte Renderingzeit

 

6000 x 6000 px – 1 Minute pro Foto – 7 Minuten insgesamt

4000 x 4000 px – 20 Sekunden pro Foto – 2.5 Minuten insgesamt

2000 x 2000 px – 5 Sekunden pro Foto – 35 Sekunden insgesamt

Ansprechpartner:

 

Trey Ramm

trey.ramm@lucas-nuelle.de

Ein Modell wird zusätzlich zum transparenten Hintergrund mit den drei Hintergrundfarben gerendert

Beispiele verschiedener Perspektiven

Grundsätzlich werden immer die gleichen Perspektiven gerendert, allerdings sind ist dies teilweise abhängig vom Produkt. Nicht jedes Produkt erfordert jede Perspektive.

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